Das Internierungslager Europas

Hier ist unser Artikel für die Taz über das Erstarken der faschistischen Chrysi Avgi, die üblen Konsequenzen, die das für die migrantischen Communities hat und die Sichtweise von Nasim Lomani, Aktivist im antirassistischen Zentrum Dyktio auf das Ganze.

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Plakat in Exarchia / Athen

Es gibt natürlich auch ganz andere Meinungen zum faschistischen Problem in Griechenland. Babis Agrolabos etwa, Redakteur der linksliberalen Eleftherotypia, beharrt darauf, dass das Ganze auch und vor allem ein kriminelles Problem sei: “Chrysi Avgi? Das sind vielleicht 2000 Typen, die tatsächlich aktiv sind – und die meisten haben Verbindungen zur organisierten Kriminalität” sagt er. Eine Syriza-Regierung könne diesen Sumpf austrocknen, meint er – sie müsste bloß die offensichtlichen Verbindungen von Mafia, Polizei und Faschisten justiziabel machen und die Faschos und ihre Handlager im Apparat vor Gericht bringen. Wir sind uns da nicht so sicher – der Umstand, dass die “Goldene Morgenröte” offen agieren kann und dass Pasok und Nea Dimokratia ebenfalls mit Rassismus und Xenophobie Wahlkampf gemacht haben, macht offensichtlich, dass es um mehr geht als bloß ein paar durchgeknallte Schläger.